www.lehnert-agentur.de
 

Lehnert Agentur Charly Lehnert * Agentur & Verlag * Saarland                       

Werbung * Design * Magazine * Regional-Literatur * Events * Redaktion * Moderation 

Charly Lehnert * Aktuelle Kolumne

Charly Lehnert ist Redakteur des Saar-Lor-Lux-Magazins
EuroSaar
das im Propos Verlag Bexbach erscheint.
In diesem von Gabriele Bayer herausgegebenen Magazin  
veröffentlicht er regelmäßig Beiträge zur Regionalkultur des Saarlandes,
Glossen und Kolumnen.

Auf dieser Seite veröffentlichen wir wechselweise seine Kolumnen zu
aktuellen Themen, die in dem Magazin EuroSaar im Propos Verlag
oder dem Magazin
Nemmmeh dehemm
im Lehnert Verlag erschienen sind.

Charlys Glosse

Die Sache mit den Genen

Fangen wir mit den Vorurteilen an: Männer und Frauen passen eigentlich nicht zusammen. „Sie“ kann nicht einparken und „Er“ nicht zuhören. Männer sind gewaltbereiter, Frauen emotionaler. Bereits seit der Steinzeit sind Männer und Frauen unterschiedlich gepolt. Männer gingen in Urzeiten zur Jagd und Frauen umsorgten das Heim und die Kinder. Und so weiter. Verallgemeinert müsste man also sagen: Männer sind vom Mars – Frauen sind von der Venus. Aber ist das wirklich so? Hat das etwas mit den Genen zu tun?

In Büchern und Zeitschriften wird der kleine Unterschied zwischen den Geschlechtern herausgestellt und gezeigt, wie Hormone das Denken prägen, wie Gene unterschiedliche Fähigkeiten bewirken. Das hat zum Beispiel zur Folge, dass „Sie“  weitaus vernetzter denken und mehrere Dinge gleichzeitig tun kann, während „Er“  immer eins nach dem anderen erledigt. „Sie“  denkt und handelt vernetzter, kann Dinge gleichzeitig tun, während „Er“ gerne eines nach dem anderen erledigt. Zum Beispiel: „Sie“  kocht, hört Radio, unterhält sich mit ihren Kindern oder telefoniert gleichzeitig. „Er“  schaltet den Fernseher ab um in Ruhe telefonieren zu können. Der Grund hierfür ist, das Gehirn von Frauen weist deutlich mehr Verbindungen zwischen linker und rechter Gehirnhälfte auf, als das der Männer.

Forscher behaupten, das Männerhormon Testosteron stehe in Verbindung mit der Fähigkeit, sich Gegenstände besonders gut räumlich vorstellen zu können, aber zur Aggressivität zu neigen. Bei Frauen würde die Sprachfähigkeit durch die weiblichen Geschlechtshormone verbessert und bewirke Empathie. Jedoch sind unterschiedliche Schwankungen des Hormonspiegels von Mann und Frau individuell abhängig sind von Alter, Gewicht, oder dem weiblichen Zyklus.

Nach einer Umfrage zeigen sich bei Frauen und Männern im Alltag einige unterschiedliche Verhaltensweisen:
„Sie“ telefoniert täglich 54, „Er“ 38 Minuten.
„Sie“ isst täglich 53 gr. Fleisch, „Er“ 103 gr.
„Sie“ isst täglich 129  gr Gemüse, „Er“ 112 gr.
„Sie“ isst täglich 278 gr. Obst, „Er“ 230 gr.
„Sie“ isst täglich 48 gr. Süßes, „Er“ 55 gr.

Bringt uns das weiter? Nein, denn in Wahrheit mischen sich ständig Vorurteile und Tatsachen, was im Alltag zu beobachten ist. In Zeitschriften interessiert
„Sie“ sich vorrangig für Gesundheit, Liebe, Schicksal, Heimat, Kochen, Backen, Lifestyle und Diät. „Er“ eher für Themen wie Geld, Recht, Steuern, Politik, Autos. Mehr als die Hälfte greift auch gerne auf erotische Literatur zurück. „Sie“  trägt das benutzte Geschirr in die Küche und räumt es in die Spülmaschine ein.
„Er“ stellt es eher auf die Ablage. „Sie“ legt nach dem Auskleiden ihre Wäsche in die Tonne. „Er“  legt sie auf den Deckel der Tonne. „Sie“ braucht im Bad etwa eine ganze Stunde. „Er“ etwa eine halbe.
„Sie“ hat ein Regal voll Kosmetika.
„Er“ nur eine Hand voll Artikel und so weiter.
Die Wahrheit ist aber auch:
„Er“ wird im Beruf immer noch bei gleicher Arbeit zwanzig Prozent höher entlohnt als „Sie“. Und „Er“ besetzt in der Regel in der Mehrzahl die höheren Positionen im Beruf und die Sitze in Aufsichtsräten der Konzerne. Und wer bestimmt das? Vorrangig „Er“.
Es zeigt sich also, dass beide Geschlechter immer noch unterschiedliche Verhaltensweisen und Wertvorstellungen an den Tag legen.

Deutlich kann man die Unterschiede auch machen Beispiele von Lebensart und Humor im Saarland:
„Sie“ sagt zu „Ihrem“ „Meiner“. „Er“ sagt zu „Seinem“ „Meins“.
Das ist lieb gemeint.
„Sie“ sagt zu „Ihm“: „Liebst Du mich denn auch?“
„Er“ antwortet: „Ja, dich auch“.

 *****
Erstveröffentlichung: Magazin EuroSaar, Ausgabe 1-2016,
Propos Verlag Gabriele Bayer, Bexbach / Copyright: Charly Lehnert, Saarbrücken


 
Kontakt-Formular

Wir freuen uns über Ihre Meinung zu den Beiträgen.Schreiben Sie uns über das nachfolgende Kontakt-Formular: